- FDP Troisdorf

Antrag Gewerbeflächenmonitoring vom 02.05.2016

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Antrag Gewerbeflächenmonitoring vom 02.05.2016

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die FDP-Fraktion bittet um Aufnahme des folgenden Antrages auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses:

Die Verwaltung wird in Anlehnung an das Wohnflächenmonitoring beauftragt, Flächen auf Troisdorfer Stadtgebiet nicht nur hinsichtlich einer möglichen Wohnbebauung zu prüfen, sondern zusätzlich auf Ihre mögliche alternative oder alleinige Eignung als Gewerbeflächen. Dem Ausschuss ist separat zu berichten oder Berichte, die dem Ausschuss in Zusammenhang mit dem Wohnflächenmonitoring vorgelegt werden, sollten um Aussagen zu Gewerbeflächen ergänzt werden.


Begründung:

Die Gewerbeflächenanalyse des Kreises sowie die von der Trowista vorgenommenen Erhebungen weisen für Troisdorf einen eklatanten zukünftigen Mangel an verfügbaren Gewerbeflächen aus. Aufgrund des starken Flüchtlingszuzugs der letzten Jahre und des Wohntrends 'Zurück in die Stadt' richtet sich der Augenmerk von Politik und Verwaltung verstärkt auf die Ausweisung neuer Wohnbau- unter Vernachlässigung von Gewerbeflächen.
Durch den im Stadtentwicklungsausschuss vom 14.04.16 verabschiedeten TOP 10 'Sofortprogramm Wohnungsbau für Troisdorf' wird die Verwaltung damit beauftragt, alle Möglichkeiten zu prüfen und Vorschläge zu unterbreiten, wie zusätzlicher Wohnraum in Troisdorf zur Verfügung gestellt werden kann. Dieses Wohnungsmonitoring sollte nach Meinung der FDP-Fraktion um ein Gewerbeflächenmonitoring erweitert werden. Eine gleichzeitige Erfassung, Prüfung und ggf. Kauf und spätere Nutzungsausweisung als Wohn- und/oder Gewerbefläche bietet sich unter Synergiegesichtspunkten an. Hierbei sollte auch die Möglichkeit einer die Stadtgrenzen überschreitenden Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen geprüft werden.
Troisdorf konkurriert mit anderen Kommunen um die Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Können keine oder keine Flächen ausreichenden Zuschnitts angeboten werden, werden sich keine neuen Betriebe ansiedeln. Es besteht zudem die Gefahr, dass ansässige Betriebe abwandern, wenn sie keine Erweiterungsmöglichkeiten vorfinden. Dies führt zum Wegfall von Gewerbesteuereinnahmen, ist aber aufgrund der Notwendigkeit, längere Anfahrten zu einem auswärtig befindlichen Arbeitsplatz in Kauf nehmen zu müssen, auch ökologisch bedenklich.


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Thalmann
Fraktionsvorsitzender

Dietmar Scholtes
Stadtentwicklungspolitischer Sprecher
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