- FDP Troisdorf

Anfrage Belastung der Stadtkasse durch Eintreiben des Rundfunkbeitrags vom 05.09.2016

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Anfrage Belastung der Stadtkasse durch Eintreiben des Rundfunkbeitrags vom 05.09.2016

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die FDP-Fraktion bittet um die schriftliche Beantwortung folgender Fragen in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses:

1) Wie viele Beitreibungsverfahren wurden in den Jahren 2013, 2014 und 2015 durchgeführt?
2) Wie viel Geld erhält die Stadt Troisdorf für das Eintreiben des Rundfunkbeitrags pro Fall?
3) Deckt dieser Betrag die Kosten und Auslagen, die unserer Kommune entstehen?
4) Wenn dieser Betrag nicht auskömmlich ist, wie hoch müsste die Pauschale sein?
5) Wie bewertet die Stadtverwaltung die Aufgabe, für den WDR Inkassodienstleistungen zu erbringen?


Begründung:

In den letzten Wochen häufen sich Meldungen, dass die Zahl der Zwangsvollstreckungen im Zusammenhang mit nicht gezahlten Rundfunkbeiträgen steigt. Monatlich sind 17,50 € für jede Wohnung und Betriebsstätte an den ARD-ZDF-Deutschlandradio- Beitragsservice (früher: GEZ) zu entrichten.

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten müssen ihre Forderung bei säumigen Beitragszahlern nicht einklagen, sondern machen sie per Bescheid geltend. Der säumige Zahler wird vom ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitragsservice in einem mehrstufigen Mahnverfahren an seine Zahlungspflicht erinnert. Bleibt die erwartete Zahlungsbereitschaft aus, erfolgt die Zwangsvollstreckung.

Weil der WDR über keine Vollstreckungskräfte verfügt, wird die Angelegenheit an die für den säumigen Zahler zuständige Kommune weitergeleitet. Grundlage ist dabei der § 10 Abs. 6 des Rundfunkbeitragsstaatsvertrag. Aus vielen Städten wurden
nun Klagen laut, dass die Kommunen dabei auf einem Teil der Kosten sitzenbleiben. Daher bitten wir die Verwaltung die oben aufgeführten Fragen zu beantworten.


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Thalmann
Fraktionsvorsitzender
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