FDP Troisdorf

Antrag Unterstützung der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer vom 21.09.2016

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die FDP-Fraktion bittet Sie, folgenden Tagesordnungspunkt auf die kommende Sitzung des Sozialausschusses zu setzen:

Der Ausschuss beauftragt die Verwaltung,
1. den ehrenamtlichen Helfern in den Einrichtungen umgehend nach Kenntniserlangung Auskunft über den Ein- und Auszug von Flüchtlingen mit Angaben derer Namen zu erteilen,
2. einen festen Ablaufplan mit Zuständigkeitsregelungen beim Ein- und Auszug von Flüchtlingen zu erarbeiten und diesen mit den Ehrenamtlichen in den Einrichtungen abzustimmen,
3. Regelungen über die Beschriftungen der Hausbriefkästen an den Einrichtungen zu erarbeiten und mit den Ehrenamtlichen abzustimmen,
4. sicher zu stellen, dass der Einsatz und die Erreichbarkeit der Sozialarbeiter in allen städtischen Flüchtlingseinrichtungen gewährleistet ist und
5. im Ausschuss zu berichten, wie der Sachstand bei der Erstellung eines Konzeptes für die angekündigten „Hilfepläne für jeden Flüchtling“ ist.



Begründung:

Die Troisdorf lebenden Flüchtlinge werden in den Einrichtungen durch eine Vielzahl an ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Ohne diese würden das Zusammenleben in den Einrichtungen, aber auch die Organisation und Verwaltung der Belange der Flüchtlinge zusammenbrechen.

Es ist deshalb von entscheidender Bedeutung, dass den Ehrenamtlichen eine Wertschätzung entgegengebracht wird, die sie verdienen. An vielen Stellen besteht aber Verbesserungsbedarf um Reibungsverluste zu vermeiden und einer Demoralisierung der Ehrenamtlichen vorzubeugen.

So erfahren die Ehrenamtlichen erst nach Einzug der Flüchtlinge, wer sie sind. Das gilt auch für den umgekehrten Fall. Sie erfahren erst nach dem Auszug, dass die Personen nicht mehr in der Unterkunft sind. Hier sollte die Kommunikation zwischen Verwaltung und den Ehrenamtlichen verbessert werden.

Nach dem Auszug kümmert sich von Seiten der Stadt aber in einigen Einrichtungen niemand um die Reinigung und Beseitigung von Müll. Dies wäre grundsätzlich eine Aufgabe der Stadt und der von ihr angestellten Hausmeister, doch in vielen Fällen würde nichts geschehen und die Zimmer unaufgeräumt und mit Müll versehen bleiben. Auch hier muss ein konkreter Ablaufplan erstellt werden.

Weiterhin sind in den Unterkünften Briefkästen angebracht, die eigentlich mit den Namen der in der Unterkunft lebenden Personen beschriftet sein sollten, damit Post (unter anderem auch städtische Bescheide) zugestellt werden können. Die Beschriftung soll eigentlich von den Hausmeistern vorgenommen werden. Doch wird dies teilweise nicht vorgenommen und auf die Ehrenamtliche faktisch verlagert, die jedoch die Beschriftung erst dann anbringen können, wenn sie Kenntnis von den Namen der Flüchtlinge haben.

Auch wurde in einigen Einrichtungen nur sporadisch (und teilweise noch nie) ein städtischer Sozialarbeiter eingesetzt. Hier bedarf es einer konkreteren Ausgestaltung der Einsätze von Sozialarbeitern mit ggf. festen Sprechzeiten.


Sebastian Thalmann
Fraktionsvorsitzender

Kerstin Schnitzker-Scholtes
Sachkundige Bürgerin


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