- FDP Troisdorf

Anfrage Säuberung des Mühlengrabens vom 10.10.2016

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Anfrage Säuberung des Mühlengrabens vom 10.10.2016

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Troisdorf bittet die Verwaltung, die Anfragen zur nächsten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses schriftlich zu beantworten.

Die Stadt ist seit einigen Jahren Eigentümerin des gesamten Mühlengrabens. Somit ist sie auch für den Unterhalt verantwortlich und haftet bei entsprechenden Verstößen gegenüber Dritten.

Im vergangenen Jahr wurde der Mühlengraben im Bereich der Schleuse am Siegdeich entschlammt. Dafür wurden eigens Wege am Ufer angelegt, die jedoch mit natur- und landschaftsschutzrechtlichen Vorgaben nicht in Einklang standen. Dies wurde seitens der Stadt zwar versucht zu kompensieren, doch ist der Einschlag im Uferbereich noch für viele Jahre sichtbar.

Gleichwohl konnte das eigentliche Ziel einer Entschlammung nicht erreicht werden, denn das Bachbett ist aktuell wieder nahezu in dem vorherigen Zustand. Dies bringt die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Sieg- oder Rheinhochwassers das Schleusentor nicht vollständig geschlossen werden kann und somit ein effektiver Hochwasserschutz nicht mehr gewährleistet ist.

Gleichzeitig berichten einige Anlieger des Mühlengrabens im Bereich der Dorfstraße, dass in den vergangenen drei Jahren es zu deutlich bemerkbaren Absackbewegungen des Hangs Richtung Mühlengraben gekommen ist. In den Gärten und an den Immobilien sind deutliche Setzrisse erkennbar.

In diesem Zusammenhang bitte ich um Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie sieht das Unterhaltungskonzept der Stadt für den Mühlengraben im Bereich der Schleuse aus, sowohl auf der Sieg abgewandten, wie auch der zugewandten Seite aus?

2. Beabsichtigt die Stadt weitere Maßnahmen, um den Schlamm in dem im vergangenen Jahr bearbeiteten Bereichen auszubaggern?

3. Stimmt die Verwaltung der Aussage zu, dass eine effektive Entschlammung nur dann gewährleistet ist, wenn nicht nur der bisherige Bereich des Mühlengrabens berücksichtigt wird, sondern das komplette Stück von der Eschmarer Mühle bis zur Schleuse?

4. Wenn ja, gibt es einen Zeitplan für die Vornahme dieser Arbeiten und wurde bereits Rücksprache mit den entsprechenden Aufsichtsbehörden genommen?

5. Wenn nein, warum nicht?

6. Wie reagiert die Verwaltung auf die Mitteilung der Anlieger des Mühlengrabens (im Bereich der Dorfstraße), die berichten, dass der Hang Richtung Mühlengraben absackt und welche Maßnahmen können ergriffen werden?

7. Sieht die Verwaltung einen Zusammenhang mit der Verschlammung des Mühlengrabens und dem Absacken des Hangs?

8. Ist der Verwaltung bekannt, dass die Population an Ratten im Mühlengraben in den letzten Jahren stark angestiegen ist, wie sich am Ufer des Mühlengrabens durch eine Vielzahl an Höhleneingängen der Nager erkennen lässt?

9. Wird die Verwaltung gegen die Nager vorgehen?

10. Wenn ja, wie?

11. Als Eigentümerin des Mühlengrabens ist die Stadt auch für den Unterhalt des Uferbereiches und der Vegetation verantwortlich. Gibt es ein Unterhaltungskonzept und wie sieht dieses aus?

12. Ist ein Grünrückschnitt am Uferbereich des Mühlengrabens in diesem Abschnitt vorgesehen und wenn ja, wann?

13. Gibt es seitens der Verwaltung Überlegungen, den Mühlengraben in Teilen zu renaturieren wie es mit der Sieg geplant ist?

14. Wenn ja, welche Überlegungen hat die Verwaltung hierzu bereits angestellt?

15. Gäbe es Fördermöglichkeiten für eine mögliche Renaturierung?

16. Würde eine Renaturierung dazu beitragen, die Verschlammung des Mühlengrabens zu verringern?


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Thalmann
Fraktionsvorsitzender
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Antwort der Verwaltung (PDF)
vom 21.02.2017
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