Pressemitteilungen - FDP Troisdorf

Pressemitteilungen vom 07.02.2017:

FDP sieht den Kreis auch für extreme Lagen medizinisch gut gerüstet

Siegburg - Die FDP-Fraktion Rhein-Sieg hat in einer Anfrage die medizinische Versorgung von Anschlagsopfern zum Thema gemacht. Die Freien Demokraten haben die Kreisverwaltung um Auskunft dazu gebeten, wie der Rhein-Sieg-Kreis auf einen sogenannten "Massenanfall von Verletzten" (MANV) vorbereitet ist, welche Mittel der Rettungsdienst dafür vorhält und welche Krankenhaus-Kapazitäten zur Verfügung stehen. "Ein terroristischer Anschlag ist eine besonders dramatische MANV-Lage, auf die sich auch unser Rettungsdienst vorbereiten muss", erläutert Christian Koch, Sprecher der FDP im Kreis-Rettungsdienstausschuss.

In ihrer Antwort auf die Fragen der FDP erklärt die Kreisverwaltung, dass im aktuell gültigen Rettungsdienstbedarfsplan darauf eingegangen werde, wie im Fall eines Terroranschlags die rettungsdienstlichen Ressourcen der gesamten Region gebündelt werden. "Es beruhigt uns, dass der Rhein-Sieg-Kreis zusammen mit den benachbarten Kreisen und Städten ausgereifte Pläne in der Schublade hat, um bis zu 1.000 Patienten medizinisch zu versorgen. Bei Übungen und auch bei realen Einsätzen mit vielen Verletzten, zum Beispiel Busunfällen, werden die Konzepte geprüft und weiterentwickelt", zeigt sich Koch zufrieden. Auch für die Zusammenarbeit mit anderen Behörden wie der Polizei gebe es einen kurzen Draht und intensiven Dialog, zum Beispiel durch gegenseitig ausgetauschte Verbindungsbeamte.

Positiv hebt die FDP hervor, dass die bestehenden Konzepte immer wieder nach neuen Erkenntnissen angepasst werden. "Der Kreis hat zum Beispiel 2016 die Kapazitäten der Krankenhäuser, insbesondere in Bonn, nochmal geprüft und aktualisiert, um Verletzte schnell in die passenden Notaufnahmen bringen zu können", so Koch. Auch die Ausstattung der Rettungswagen und Notarzt-Fahrzeuge werde aktuell nach neusten notfallmedizinischen Erkenntnissen ergänzt. "Der Rhein-Sieg-Kreis ist nicht nur für die alltäglichen Einsätze, sondern auch für extreme Lagen gut gerüstet. Wir hoffen alle, dass die Pläne in der Realität nie zur Anwendung kommen müssen. Trotzdem ist es gut zu wissen, dass der Rettungsdienst auch für diesen Fall gewappnet wäre", lobt Koch abschließend.
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