Pressemitteilungen - FDP Troisdorf

Pressemitteilungen vom 28.02.2017:

Hafenterminal in Niederkassel reicht bis nach Troisdorf - Liberale sehen noch viele offene Fragen

Die Freien Demokraten im Rat der Stadt Troisdorf erkundigen sich mit einer Anfrage bei der Verwaltung, welche Auswirkungen der Ausbau des Hafenterminals in Niederkassel-Lülsdorf für die Troisdorfer zur Folge haben könnte.

Der Hafenterminal soll bis Ende 2018 fertiggestellt und 2019 in Betrieb gehen. Er dient als Umschlagplatz von Containern, aber auch chemischen Erzeugnissen. Von dort werden die Güter auf Schiffe, Züge oder LKW verladen. Besonders der Aspekt der Verladung auf die Schiene hat nach Ansicht der Liberalen keine positiven Auswirkungen auf das Troisdorfer Stadtgebiet. Deshalb müssen frühzeitig alle Fakten offen dargelegt werden, damit noch genug Zeit verbleibt, dass auch die Troisdorfer Interessen ausreichend berücksichtigt werden.

Denn die Züge der RSVG, die über die Trasse des „Rhabarberschlittens“ derzeit maximal drei Mal pro Tag verkehren, werden vermutlich nicht nur wesentlich länger und zudem häufiger fahren, sondern könnten unter Umständen andere Chemikalien transportieren als bislang.

Die Trasse führt durch die Stadtteile Oberlar, Rotter See, Sieglar, Eschmar, Müllekoven und Bergheim, teilweise nur wenige Meter an Wohnhäusern vorbei. Auf dem Weg werden viele Straßen gekreuzt, die teilweise noch nicht mal Lichtzeichenanlagen haben.

Neben der Verbesserung der Sicherheit an den Bahnübergängen, sehen die Liberalen auch Klärungsbedarf beim Brandschutzbedarfsplan, dem Plan für die Personalstärke der Feuerwehren. Bei mehr und längeren Zügen, die zudem auch noch andere chemische Erzeugnisse als derzeit transportieren, könnte auch mehr Personal bei der Feuerwehr notwendig werden.

Auch wird die Frage gestellt, ob die Verkehrsgutachten, die für das Neubaugebiet Eschmar-West in Auftrag gegeben worden sind, eine Zunahme des Güterbahnverkehrs bei dem ausschließlichen Abfluss des PKW-Verkehrs des Neubaugebietes über die Kapellenstraße, die nach Ansicht der Liberalen bereits zum jetzigen Zeitpunkt nicht geeignet erscheint, berücksichtigt hat.
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