FDP Troisdorf

Pressemitteilungen vom 31.05.2017:

Keine Wiedergeburt des „Rharbarberschlittens“ - Wesentliche Punkte wurden in Machbarkeitsstudie unberücksichtigt gelassen

Im Umwelt- & Verkehrsausschuss wird die Machbarkeitsstudie einer Stadtbahn von Bonn über Niederkassel nach Köln, mit einem Abzweig nach Troisdorf vorgestellt, die über die Trasse der jetzigen Güterbahnstrecke durch Bergheim, Müllekoven, Eschmar, Sieglar, Rotter See und Oberlar bis zum Troisdorfer Bahnhof führen soll.

Die Freien Demokraten sind der Ansicht, dass bei der Wohnbebauung und Straßenführung bis an die Gleise und der Einspurigkeit auf der gesamten Strecke, die auch größtenteils nicht zweispurig ausgebaut werden kann, eine Stadtbahntrasse erheblich mehr Nach- als Vorteile für die Troisdorfer bringt.

„Selbst wenn man die technischen Probleme tatsächlich gelöst bekäme, würde man vielen Bürgern, die durch den Bau der EL332 von Lärm entlastet werden sollen, eine Stadtbahn quasi in den Vorgarten setzen. Das kann niemand ernsthaft wollen.“ so Manfred Catrin, Sprecher der FDP im Umwelt- und Verkehrsausschuss. „Wir haben bereits das Ansinnen abgelehnt, als erste Andeutungen zu solchen Überlegungen anstanden und lehnen es auch heute ab.“

Neben dem angesprochenen Gleisabschnitt des ehemaligen Rharbarberschlittens sieht die Machbarkeitsstudie auch an anderer Stelle eine Trassenführung vor. So soll von Köln-Zündorf über Niederkassel bei Mondorf die Stadtbahntrasse auf der jetzigen Busspur der L269 entlangführen. Leider schweigt die Machbarkeitsstudie jedoch dazu, wie die Bahn ab der Siegbrücke bis zu den bestehenden Gleisen der Linie 66 in Beuel geführt werden soll.

„Man erkennt sofort, dass die Stadt Bonn sich nicht an den Kosten des Gutachtens beteiligt hat, denn nach der Studie endet die Machbarkeit der Bahn auf der Siegbrücke.“ erläutert Sebastian Thalmann, Fraktionsvorsitzender.

Völlig ungeklärt ist dabei unter anderem, wie die Trassenführung an den Autobahnabfahrten der Anschlussstelle Bonn-Beuel-Nord verlaufen soll. Auch offen ist, wie die A565 gequert werden soll. Die bisherige Unterführung unter der Autobahn dürfte zu niedrig für den Bahnverkehr sein und eine Tieferlegung der Straße würde erhebliche Anstrengungen erfordern, um bei steigendem Grundwasser bei einem Rheinhochwasser keine Überflutung der Straße und der Bahnstrecke zu bekommen. Dabei unberücksichtigt ist auch, dass erst gerade eine Oberflächenversickerungsmaßnahme dort entstanden ist. Außerdem würde eine zweigleisige Bahntrasse auf der L269 dazu führen, dass die Fahrbahnen der Straße schmaler würden, aber auch eine Verbreiterung des momentan sehr schmalen Radweges ausgeschlossen würde.

Anfreunden könnten sich die Liberalen aber mit den Überlegungen, dass die Stadtbahn bis Niederkassel-Mondorf geführt würde. An dem Bahnendhaltepunkt wäre ein unmittelbarer Umstieg in Busse zu ermöglichen
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