FDP Troisdorf

Pressemitteilungen vom 02.05.2018:

Festplatz soll für 35.000 Euro Werbeveranstaltung erhalten - Thalmann: „Affront gegenüber Brauchtumsvereinen in den Ortschaften“

In der anstehenden Sitzung des Kulturausschusses soll die Festlegung des Spielplans der Stadthalle für das Jahr 2019 sowie Planungsstand Spielzeit 2020 verabschiedet werden. Eine Überlegung der Verwaltung ist ein Konzeptvorschlag auf dem Außengelände der Stadthalle, eine sogenannte Mix-Show durchzuführen. Demnach sollen von einem Moderator begleitet drei bis vier Gäste aus den Bereichen Kabarett und Musik ein Abendprogramm von drei Stunden füllen. Die Kosten werden inklusive Gagen, Technik und Absperrung auf ca. 35.000,- Euro geschätzt.

Grund für diese Überlegung soll die zurückhaltende Nachfrage bei Veranstaltern für den Open-Air-Platz sein, die durch diese Veranstaltung animiert werden sollen, ihre Künstler zukünftig in Troisdorf „Open-Air“ auftreten zu lassen.

Für die Freien Demokraten stellt dieser Ansatz einen massiven Affront gegenüber den Brauchtums- und kulturellen Vereinen in den Troisdorfer Ortsteilen da. „Wir haben gerade erst den Zorn von Karnevals-, Gesangs- und anderen Brauchtumsvereinen erlebt, die sich über die erheblichen Kostensteigerungen bei der Anmietung der Mehrzweckhallen beschwert haben.“, so Sebastian Thalmann, Fraktionsvorsitzender der FDP. „Neben den offiziellen Mieten waren mit der von der Ratsmehrheit beschlossenen neuen Tarifordnung auch weitere, erhebliche Kostenpositionen verbunden.“

So teilt die Stadt Vereinen kurzfristig mit, dass kein städtischer Hausmeister für die Veranstaltung zur Verfügung stünde und sie sich selbst um einen Hausmeister bemühen sollten. Die Kosten dafür trägt natürlich der Verein selbst. Deshalb wurden bereits geplante Veranstaltungen wegen der explodierenden Kosten kurzerhand abgesagt.

Auch die kulturpolitische Sprecherin Kerstin Schnitzker-Scholtes kritisiert den Konzeptvorschlag, nicht nur wegen der Kosten. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich professionelle Veranstalter auf Grund einer vom Begriff her inhaltslosen „Mix-Show“ dazu bewegen ließen, ihre Künstler in Troisdorf auftreten zu lassen. Hier gibt es sicherlich andere Maßnahmen, um den Festplatz besser und günstiger zu bewerben. Denn ob für diese Werbeveranstaltung tatsächlich 35.000 Euro ausgegeben werden sollten, erscheint mir fraglich. Die Ratsmehrheit hat schließlich an anderer Stelle den Troisdorfer Vereinen durch die neue Tarifordnung starke Kopfschmerzen bereitet, um Mehreinnahmen in vergleichbarer Größenordnung zu erlangen. Hier werden von der Stadt die Prioritäten falsch gesetzt: Weg von der ehrenamtlichen Tätigkeit, Hin zur Werbung um gewerbliche Anbieter.“
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